In 8 Monaten eröffnet die 'Sinfonie in Grün'

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Bildmaterial zum Pressegespräch - Luftbild_1Luftbild_2 - Fotos: Karl Pichler

In Oberösterreich haben sich die Landesgartenschauen zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt – die drei Gartenschauen in Bad Hall 2005, Vöcklabruck 2007 und Bad Schallerbach 2009 sind noch in blumiger Erinnerung. Die nächste Gartenschau, die genau in acht Monaten, am 15. April 2011 ihre Tore öffnen wird, findet rund um die einzige oberösterreichische Ausbildungsstätte für alle „grünen Berufe“ in Ansfelden/Ritzlhof statt.

Dieser Standort bietet zwei einmalige Chancen: einerseits können im Rahmen der Gartenschau Anlagen für eine nachhaltige Nutzung durch die Schulen geschaffen werden, andererseits werden die Schülerinnen und Schüler der Gartenschau ein jugendliches Gesicht geben: Gartenpraxis kann von den Besucherinnen und Besuchern hautnah miterlebt werden.

 


Die Landesgartenschau schafft Anlagen von bleibendem Wert. Das ca. 20 ha große Ausstellungsgelände umfasst den Kremspark entlang eines renaturierten Abschnittes der Krems, die Neugestaltung der direkten Umgebung der Schule Ritzlhof und weitere Ausstellungsflächen, die auch nach der Gartenschau erhalten bleiben. Die Verlegung der B 139 im Bereich Ritzlhof, die am 17. Juli dem Verkehr übergeben werden konnte, der Zubau zur Schule Ritzlhof und die Renaturierung des Kremsabschnittes sind Bauvorhaben, die - mit dem Zeithorizont der Gartenschau 2011 – zusätzlich zur eigentlichen Gartenschau in Angriff genommen wurden. „2011 wird nicht nur die Landesgartenschau eröffnet, sondern der Schulstandort Ritzlhof wird umfassend aufgewertet sein“, betont Landesrat Dr. Josef Stockinger. Im letzten Monat verwandelte sich der Abschnitt der ehemaligen Kremstalbundesstraße in den Kremstal-Boulevard, der im Gartenschau-Jahr zum Flanieren und Erholen unter Obstbäumen einlädt.

Sinfonie in Grün

Das Motto der Gartenschau - Sinfonie in Grün -  verweist aber nicht nur auf die Schulen der grünen Berufe, sondern auch auf den großen Sohn der Stadt Ansfelden, auf den Komponisten Anton Bruckner, von dessen Werken insbesondere die Sinfonien bekannt sind. „Ansfelden kann sich als Ort der Kultur und der Erholung mit der Gartenschau landesweit ideal positionieren“ freut sich Bürgermeister Manfred Baumberger nicht nur auf viele Gäste, sondern auch auf einen positiven Imagegewinn für die veranstaltende Stadt.

Ab April 2011 werden ganz im Zeichen des Mottos ‚Sinfonie in Grün’ zahlreiche musikalische Veranstaltungen stattfinden, als ein Höhepunkt wird am 3.Juni 2011 die 4. Symphonie von Anton Bruckner als großes Open-Air Konzert zu hören sein.
Aber nicht nur wird Musik und Klang ein wesentlicher Bestandteil der Gartenschau sein, sondern die Gartenschau selbst wird zur Sinfonie in 4 Sätzen:
1.    Satz: Frühling – allegro
2.    Satz: Frühsommer – scherzo
3.    Satz: Sommerferien – adagio
4.    Satz: Herbst – finale

Ein mehrmaliger Besuch der Gartenschau wird sich auf jeden Fall lohnen.
Netzwerke und Synergien nutzen

Die im April 2009 gestarteten Bauarbeiten laufen weiterhin auf Hochtouren. Die Umsetzung ist schon sehr weit fortgeschritten: „Wir liegen exakt im Plan und haben sogar schon einzelne bauliche Maßnahmen vorgezogen. Ohne Straßenverkehr können die Bauarbeiten nun sicher und zügig fortgeführt werden“, freut sich Dipl.-Ing. Christoph Hauser als Geschäftsführer der Landesgartenschau.

Auch die Organisation des Veranstaltungsprogramms und die Vermarktung der Großveranstaltung ist voll im Laufen. Viele Partner aus Tourismus, Kultur und Wirtschaft konnten für die ‚Sinfonie in Grün’ begeistert werden. Diese bilden ein breites Netzwerk und schaffen Synergien, die gemeinsam zu mehr Erfolg führen. Viele gewonnene Erfahrungen aus vergangenen Landesgartenschauen und Großveranstaltungen wie z.B. dem Kulturhauptstadtjahr Linz 2009 bringen Ideen und Potential in die Ansfeldner Landesgartenschau ein. Gemeinsam mehr erreichen heißt die Devise.


Gestaltungsklassiker und Gartentrends in fünf Bereichen
Die Landesgartenschau besteht aus fünf völlig unterschiedlichen Bereichen. Der Kremspark stellt sich als moderner Volkspark im Gartenschaugewand dar: Rasenspielflächen, Liegewiesen, ein großer Kinderspielplatz mit einem Riesenhecht und ein faszinierender Blick auf die renaturierte Krems werden ergänzt durch farbenprächtige Staudenbänder und großzügige Frühlings- und Sommerblumenpflanzungen. Der Bereich der Schulen Ritzlhof  erhält dort, wo bisher täglich tausende Autos fuhren, einen Fest- und Kommunikationsplatz. Hier befindet sich das Veranstaltungs- und Gastronomiezentrum der Gartenschau. In der Praxishalle werden 12 verschiedene floristische Hallenschauen zum mehrmaligen Besuch der Gartenschau einladen. Im Bereich Gärten zwischen Stadt und Land finden sich Duftgarten, Wellnessgarten, Wassergärten, Englischer Garten, Mittagsgarten, Fixpreisgärten, Reihenhausgärten, Musikgarten - mit den rund 25 verschiedenen Themengärten setzt die Gartenschau rund um Ritzlhof ganz bewusst einen Schwerpunkt auf Gartengestaltung und Gartenideen zum Mitnehmen.

„An keinem anderen Standort kann das Thema Gartengestaltung so authentisch präsentiert werden, wie am Zentrum für Gartenkompetenz Ritzlhof“, sagt Karl Ploberger als Vorsitzender des Landesbeirats für die OÖ. Landesgartenschauen  bereits auf diesen thematischen Schwerpunkt der Schau. Auf rund 3 ha Fläche bietet die Gartenschau hier eine Fülle an Ideen und Gestaltungsansätzen für den eigenen Garten, egal ob für den kleinen Balkon in der Stadt, den Reihenhausgarten oder den großen Einfamilienhausgarten im ländlichen Gebiet.  25 verschiedene oberösterreichische Garten- und Landschaftsbaubetriebe sorgen für die nötige Vielfalt in den Themengärten und zeigen Gartenklassiker sowie neue Gartentrends.

Experimente, Spielmöglichkeiten und Informationen zu Rohstoffen, die aus der Natur kommen und in unseren Landschaften wachsen, nämlich Wald & Holz, Faser & Geflecht, Energie & Baumaterial, Gemüse & Getreide, erwarten alle Altersstufen im Bereich Landschaftslabore. Den sprichwörtlichen Höhepunkt der Gartenschau bietet hier allerdings der Klangvulkan: Auch hier konnten wiederum Synergien genutzt werden. Die Erdmassen, die beim Straßenbau angefallen sind, wurden auf dem angrenzenden Gartenschaugelände zu einem Erdhügel aufgeschüttet.

So wuchs der Klangvulkan zum stattlichen Aussichtsberg und ist damit das Landmark der ‚Sinfonie in Grün’. Am Vulkankrater erhält der Besucher einen Rundumblick in die Region im Spannungsfeld zwischen städtischem Raum und ländlicher Weite. Das trichterförmige Innere des Vulkans besticht durch seine Gestaltung und sorgt mit einer Klanginstallation für ein besonderes Hörerlebnis und einem einmaligen Raumgefühl. Die verschiedenen Klangfarben, der Blick auf den blauen Himmel und die vorbeiziehenden Wolken entführen an völlig neue Orte und lassen der Phantasie freien Lauf.

Gänzlich anderer Natur ist der fünfte und letzte Bereich der Gartenschau: das Obst-Erlebnis. Unzählige Obstsorten aus Oberösterreich wurden hier in einer Erhaltungsanlage gesammelt, die im Rahmen der Gartenschau zugänglich ist.  Fünf Infopavillons werden hier aber auch verwandte Themen wie die Imkerei, Most & Saft und Veredelung von Obstbäumen behandeln.

Ressourcen effizient und sparsam nutzen, nachhaltige Strukturen schaffen, Netzwerke bilden und eine breite Zusammenarbeit mit vielen Gruppen und Beteiligten sind Maximen der Organisation einer Gartenschau. So wie aus vielen Einzelstimmen schließlich eine Sinfonie erklingt, so wird in acht Monaten aus vielen Beiträgen eine einzigartige Gartenschau zum Besuch einladen.